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Wissenswertes über Fliesen

Fliesen 1x1

Hier erfahren Sie die wichtigsten Punkte zur Fliese.

Abrieb

Abriebgruppe / Oberflächenverschleiß

Fliesenarten: Steingutfliesen, Steinzeugfliesen und Feinsteinzeugfliesen

Fliesengröße

Fliesenkanten

Fliesen Nennmaß/Herstellermaß (Modulare)

Glasierte Fliesen

Kaliber

Mosaik

Rektifizierte Fliesen

Ritzhärte

Rutschhemmung

Tiefenverschleiß

Trittsicherheit

 

 

Fliesenarten

Steingutfliesen (nach DIN EN 14411 BIII (GL)) sind glasierte keramische Fliesen, die im europäischen Raum ausschließlich für die Verlegung im frostfreien Innenbereich vorgesehen werden. Hergestellt werden diese Fliesen für die Verlegung an Wänden.

Steinzeugfliesen und Feinsteinzeugfliesen sind Fliesen, die für den Einsatz auf dem Fußboden als auch an der Wand im Innenbereich sowie, bei gegebener Frostfestigkeit, auch für den Außenbereich geeignet sind.

Die Fliesen sind glasiert (GL) oder unglasiert (UGL) erhältlich. Nach ihrer Herstellungsart werden sie innerhalb der DIN EN 14411 als trockengepresste Fliesen Gruppe „B“ oder stranggepresste Fliesen und Platten Gruppe „A“ bezeichnet.

Ihre Eignung für den Einsatz auf dem Boden ergibt sich dabei hauptsächlich aus den auf die Böden einwirkenden Belastungen, sowie aus den für öffentliche Bereiche (Arbeitsbereich oder nassbelastete Barfußbereiche) geltenden Vorschriften.

Auf dem Boden verlegte Fliesen unterliegen, durch die Begehung oder das Befahren, einer Abnutzung, die bei glasierten Fliesen als Abrieb und bei unglasierten Materialien als Tiefenverschleiß bezeichnet wird.

Dabei haben Unglasierte Steinzeugfliesen (UGL) haben einen Verschleißwiderstand, der zu den höchsten aller Bodenbeläge gehört. Auch nach jahrzehntelanger intensiver Beanspruchung ist eine Abnutzung dieses homogenen Materials praktisch nicht sichtbar.

Glasierte Fliesen

Steingutfliesen sind mit durchsichtiger oder undurchsichtiger Glasur bedeckt, die in der Regel in einem zweiten Brennvorgang aufgeschmolzen wird. Die glasierte Oberfläche finden sie in glänzend, halbmatt oder matt, sowie mit Struktur profiliert bzw. wellig.

Steinzeugfliesen gibt es mit und ohne Glasur, wobei die letzteren dann durchgefärbt sind. Mit Hartglasur ausgestattet sind diese Fliesen sehr strapazierfähig.

Feinsteinzeugfliesen gibt es ebenfalls mit glasierter und unglasierter Oberfläche, wobei es sich hier um sogenanntes durchgefärbtes Feinsteinzeug handelt.

Rutschhemmende Fliesen

Spezialfliesen mit unterschiedlich stark profilierter oder rauer Oberfläche zur Erzielung rutschhemmender Eigenschaften eines Belages (Unfallverhütung). Die Unfallversicherer schreiben rutschhemmende Fliesen für Fußböden in Arbeitsräumen und -bereichen mit erhöhter Rutschgefahr sowie für Barfußbereiche vor. Die in diesen Bereichen zu verwendenden Fliesen müssen den vorgeschriebenen Grad der Rutschhemmung aufweisen (Nachweis durch den Hersteller).

Man unterscheidet im gewerblichen Bereich Bewertungsgruppen zwischen R9 und R13. Dabei muss auf einer Ebene eine Prüfperson mit Schutzschuhen stehen und gehen. Als Gleitmittel wird Öl auf die Fläche aufgetragen. Der Neigungswinkel der zu testenden Fläche ist umso größer je höher die R-Gruppe ist.

Beim Barfußbereich in Schwimmbädern und in Reinigungsbereichen von Sportstätten unterscheidet man zwischen den Gruppen A, B und C. Auch hier wird die Rutschsicherheit mittels einer Prüfperson auf schiefer Ebene ermittelt.  Als Gleitmittel wird hier seifenhaltiges Wasser verwendet.

 

Erklärung /Übersicht zu Trittsicherheit und Rutschhemmung in Arbeitsräume, ­bereiche und betriebliche Verkehrswege.

Abrieb:   Worauf muss ich beim Kauf von Fußbodenfliesen achten?

Im Gegensatz zu Wandfliesen sind Fußbodenfliesen einer ständigen Abnutzung unterworfen. Aus diesem Grund gibt es für Fußbodenfliesen eine Einteilung in Abriebklassen. Abrieb (Oberflächenverschleiß) tritt bei Bodenbelägen infolge schleifender, reibender Beanspruchungen auf und kann bei glasierten Fliesen durch Glanzveränderung der Oberfläche sichtbar werden.

Abriebgruppe / Oberflächenverschleiß

Glasierte Steinzeugfliesen (GL) werden hinsichtlich ihrer Beständigkeit gegen Abrieb in Gruppen unterteilt und können damit Anwendungsbereichen zugeordnet werden. Die Abriebbeständigkeit (Verschleißgruppe) von glasierten Steinzeugfliesen wird vom Hersteller angegeben.

Abriebgruppe I: Sehr leichte Beanspruchung.

Bodenbeläge in Räumen, die bei niedriger Begehungsfrequenz ohne kratzende Verschmutzung mit weich besohltem Schuhwerk begangen werden z. B. Schlaf- und Sanitärräume im privaten Wohnungsbau.

Abriebgruppe II: Leichte Beanspruchung.

Bodenbeläge in Räumen, die bei niedriger Begehungsfrequenz unter geringer kratzender Verschmutzung mit normalem Schuhwerk belastet werden z. B. privater Wohnungsbau, jedoch nicht in Küchen, Eingangsbereichen, bei Außenbelägen und Treppen.

Abriebgruppe III: Mittlere Beanspruchung.

Bodenbeläge in Räumen, die bei mittlerer Begehungsfrequenz unter kratzender Verschmutzung mit normalem Schuhwerk belastet werden z. B. privater Wohnungsbau, jedoch nicht in Küchen, sowie Beläge des Nichtwohnungsbaus mit vergleichbarer Beanspruchung, wie beispielsweise Hotelzimmer und Bäder.

Abriebgruppe IV: Stärkere Beanspruchung.

Bodenbeläge in Räumen, die bei stärkerer Begehungsfrequenz mit normalem Schuhwerk in Bezug auf Verschmutzungs- und Belastungsfähigkeit intensiv beansprucht werden z. B. Eingangsbereiche, Terrassen, Küchen, Verkaufs- und Wirtschaftsräume, Büros, Krankenhäuser, Hotels, Schulen und Verwaltungsgebäude.

Abriebgruppe V: Starke Beanspruchung.

Für Anwendungsbereiche mit sehr starkem Publikumsverkehr stehen Fliesen der Abriebgruppe V zur Verfügung, die einen sehr hohen Verschleißwiderstand aufweisen z. B. Friseurläden, Bäckereien, Imbissbuden, Eingangshallen für Hotels, Banken und Restaurants.

Stärkste Beanspruchung:

Unglasierte Steinzeugfliesen (UGL) haben einen Verschleißwiderstand, der zu den höchsten aller Bodenbeläge gehört. Auch nach jahrzehntelanger intensiver Beanspruchung ist eine Abnutzung dieses homogenen Materials praktisch nicht sichtbar.

Ritzhärte

Maß für die Widerstandsfähigkeit keramischer Glasuren gegen kratzende, ritzende Beanspruchung. Prüfung der Ritzhärte durch Mohs. Angabe der Härte nach der Mohs'schen Härteskala von 1 bis 10.

Tiefenverschleiß

Als Tiefenverschleiß bezeichnet man den Scherbenabrieb bei unglasierten Steinzeugfliesen infolge von schleifender, reibender Beanspruchung. Die zulässigen Toleranzen sind als Mindestanforderung in der betreffenden Materialnorm festgelegt (siehe Abriebgruppe).

Fliesenkanten

Kaliber/Kalibrierte Fliesen

Als kalibrierte Fliesen werden Fliesen bezeichnet, die die gleiche tatsächliche Größe aufweisen.

In der Regel werden nach der Herstellung die Fliesen in die verschiedenen Kaliber sortiert und dementsprechend auf dem Karton gekennzeichnet.

Rektifizierte Fliesen

Rektifizierte Fliesen sind besonders maßhaltig, weil sie nach der Herstellung an den Kanten auf ein bestimmtes Maß geschliffen werden. Dadurch erhalten die Seitenflächen einen 90° Winkel zur Oberfläche. Aus diesem Grund können rektifizierte Fliesen mit sehr schmalen Fugen verlegt werden.

Gefaste Kante

Wird bei rektifizierten Fliesen zusätzlich die obere Kante leicht abgeschrägt, spricht man von gefasten Kanten.

Fliesengröße

Fliesen haben ein angestrebtes Fertigungsmaß (Nennmaß, siehe auch modulare Fliesen), welches sich aus Fabrikationsmaß und Fugenbreite zusammensetzt. Durch die industrielle Produktion der Fliesen kommt es zu Schwankungen in der Fliesengröße, dem sogenannten Kaliber.

Fliesen Nennmaß/Herstellermaß (Modulare)

Fliesen, deren Nennmaß sich aus Herstellermaß (Fabrikationsmaß) und Fugenbreite zusammensetzt.

Beispiel

Nennmaß: 10 x 20 cm

Fabrikationsmaß (Herstellmaß): 97 x 197 mm

Fugenbreite: 3 mm

Die Eigenschaft „modular" wird Fliesen auch zugeschrieben, wenn sie - wie beispielsweise bei Keramik / Naturstein-Kombinationen - in allen Maßen (Breite / Länge / Dicke) aufeinander abgestimmt sind.

Mosaik

Als Mosaike werden Fliesenformate mit einer Größe bis 10 x 10 cm bezeichnet.

Diese werden meist werksseitig zu sogenannten Tafeln (Bogen, Netz) mit der Größe 30 x 30 cm aufgeklebt, um die Verlegung zu erleichtern. Die Klebung kann vorder- oder rückseitig erfolgen.

Mosaike können aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen, wie z. B. Keramik, Glas oder Naturstein. 

Einige Hersteller bieten auch sogenannte Bildmosaike an, auf denen die verschiedensten Motive dargestellt sind.